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Gelenkgesundheit

Wie häufig ist Arthrose wirklich? Zahlen, Fakten und wer besonders betroffen ist

Arthrose Häufigkeit Deutschland: Aktuelle RKI-Zahlen zu Verbreitung, Alter und Geschlecht – und der wichtige Unterschied zu rheumatischen Erkrankungen.

Wie häufig ist Arthrose wirklich? Zahlen, Fakten und wer besonders betroffen ist

Laut der RKI-Gesundheitsstudie GEDA lebt fast jeder fünfte Erwachsene in Deutschland mit einer diagnostizierten Arthrose – und trotzdem gilt das Leiden vielen als bloße Begleiterscheinung des Älterwerdens, über die man nicht weiter spricht. Genau diese Normalisierung ist das Problem: Wer glaubt, gelegentliche Gelenkschmerzen seien "einfach das Alter", sucht seltener frühzeitig ärztlichen Rat und unterschätzt, wie verbreitet und wie unterschiedlich verteilt diese Erkrankung tatsächlich ist. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Arthrose ist kein Randthema, sondern eine der häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt – mit einer sehr klaren Alters- und Geschlechterverteilung, die sich lohnt zu verstehen.

Wie viele Menschen sind wirklich betroffen?

Laut der RKI-Gesundheitsstudie GEDA 2019/2020-EHIS, für die rund 23.000 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, berichten 17,1 % der Erwachsenen von einer ärztlich diagnostizierten Arthrose. Das ist mehr als jede sechste erwachsene Person – eine Größenordnung, die Arthrose in eine Reihe mit den bekanntesten Volkskrankheiten stellt.

Auffällig ist der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern: 21,6 % der Frauen, aber nur 12,4 % der Männer sind laut der Studie betroffen. Frauen erkranken also fast doppelt so häufig an Arthrose wie Männer. Die genauen Gründe dafür sind komplex und werden in der Forschung weiterhin diskutiert – diskutiert werden unter anderem hormonelle Faktoren, insbesondere im Zusammenhang mit den Wechseljahren, sowie Unterschiede in Gelenkbelastung, Bindegewebsstruktur und Lebenserwartung. Klar ist: Wer Arthrose ausschließlich als Männerthema oder als reines "Sportverschleiß"-Problem abtut, liegt daneben.

Der Alterseffekt: Warum das Risiko so stark steigt

Neben dem Geschlecht ist das Alter der stärkste Einflussfaktor. Die GEDA-Daten zeigen einen klaren Gradienten:

  • 45–64 Jahre: 19,7 % (Frauen 23,9 % / Männer 15,4 %)
  • 65–79 Jahre: 32,2 % (Frauen 39,7 % / Männer 23,2 %)
  • 80 Jahre und älter: 41,1 % (Frauen 47,3 % / Männer 31,6 %)

Zum Vergleich: Vor dem 30. Lebensjahr liegt die Häufigkeit laut arthrose.de – einer Einordnung, die sich auf RKI-Daten stützt und auch in der Berichterstattung des Deutschen Ärzteblattes bestätigt wird – bei lediglich 1,6 %. Ab dem 60. Lebensjahr kehrt sich das Bild jedoch um: Etwa die Hälfte der Frauen und etwa ein Drittel der Männer sind dann von Arthrose betroffen. Das macht deutlich, dass Arthrose keine plötzlich auftretende Krankheit ist, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger mechanischer Belastung, die sich mit zunehmendem Alter in einem spürbar höheren Anteil Betroffener niederschlägt.

Arthrose ist nicht gleich Rheuma – ein wichtiger Unterschied

Einer der häufigsten Irrtümer im Alltag ist die Gleichsetzung von Arthrose mit "Rheuma". Beide Begriffe betreffen die Gelenke, beschreiben aber grundverschiedene Krankheitsmechanismen – und diese Unterscheidung ist mehr als Wortklauberei, sie beeinflusst Diagnose, Verlauf und Behandlung grundlegend.

Arthrose ist eine degenerative, verschleißbedingte Erkrankung. Vereinfacht gesagt nutzt sich der Knorpel, der die Gelenkflächen schützt, im Laufe der Zeit mechanisch ab – begünstigt durch Alter, Belastung, frühere Verletzungen oder Übergewicht. Es handelt sich also primär um ein "Abnutzungsproblem" des Bewegungsapparats, kein Autoimmungeschehen.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen – dazu zählen etwa die rheumatoide Arthritis, Spondyloarthritiden oder Lupus – sind dagegen Autoimmunerkrankungen: Das körpereigene Immunsystem greift fälschlicherweise Gelenkgewebe (oder andere Organe) an und verursacht Entzündungen. Diese Krankheitsgruppe betrifft laut einer 2023 in der Zeitschrift für Rheumatologie veröffentlichten systematischen Übersichtsarbeit (unter Beteiligung des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums, DRFZ) 2,2 bis 3,0 % der Erwachsenen in Deutschland, umgerechnet etwa 1,5 bis 2,1 Millionen Menschen. Die rheumatoide Arthritis im Speziellen – die bekannteste Form – betrifft davon 0,8 bis 1,2 %, also rund 560.000 bis 830.000 Menschen.

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Der Unterschied ist also erheblich: Arthrose ist mit über 17 % der Erwachsenen um ein Vielfaches häufiger als sämtliche entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zusammen. Wer über Gelenkbeschwerden spricht, sollte diese Kategorien nicht vermischen – die Ursachen, der Verlauf und die medizinische Betreuung unterscheiden sich grundlegend.

Warum das auch eine gesellschaftliche Frage ist

Arthrose und andere Erkrankungen des Bewegungsapparats sind nicht nur ein individuelles Thema, sondern wirken sich spürbar auf die Arbeitswelt aus. Laut dem Gesundheitsreport 2025 der Techniker Krankenkasse (TK), der sich auf Daten aus dem Jahr 2024 stützt, sind Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 14,1 % aller Fehltage bundesweit die dritthäufigste Ursache für Krankschreibungen – hinter Atemwegserkrankungen (22,4 %) und psychischen Erkrankungen (19,6 %). Diese Statistik bezieht sich auf Muskel-Skelett-Erkrankungen insgesamt, nicht ausschließlich auf Arthrose, zeigt aber deutlich: Gelenk- und Bewegungsbeschwerden sind längst kein rein privates Thema, sondern eine Belastung, die sich auf Betriebe, Familien und das Gesundheitssystem insgesamt auswirkt.

Was können Betroffene tun?

Auch wenn Arthrose eine ernstzunehmende, oft chronisch verlaufende Erkrankung ist, gibt es allgemein anerkannte Ansätze, die zum Wohlbefinden der Gelenke beitragen können:

  • In Bewegung bleiben: Gelenkschonende Bewegung wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking hält die umgebende Muskulatur kräftig und unterstützt die Gelenkfunktion – ganz nach dem Prinzip "Bewegung ist Gelenkschmiere".
  • Gewicht im Blick behalten: Insbesondere die großen tragenden Gelenke wie Knie und Hüfte profitieren von einem gesunden Körpergewicht, da jedes Kilogramm weniger die tägliche Belastung spürbar reduziert.
  • Ausgewogen essen: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß unterstützt den gesamten Bewegungsapparat.
  • Regelmäßige Bewegungspausen im Alltag: Wer viel sitzt, sollte bewusst auf Abwechslung achten – langes Verharren in derselben Position belastet Gelenke einseitig.

Diese Maßnahmen ersetzen keine ärztliche Behandlung, können aber im Alltag einen sinnvollen Beitrag zur allgemeinen Gelenkgesundheit leisten.

Als ergänzenden Baustein einer solchen Alltagsroutine setzen manche Menschen auf unterstützende Pflegeprodukte. Das ArtiZynt Gel mit Magnesiumsulfat, sibirischem Tannenöl und Pfefferminzöl wird beispielsweise gerne zur täglichen Gelenkpflege genutzt, um das allgemeine Wohlbefinden nach Belastung zu unterstützen. Auch die ArtiZynt Kapseln mit Glucosamin, Kollagen, Curcuma und Zink/Kupfer können als Teil einer ausgewogenen täglichen Routine zur Unterstützung der Gelenke beitragen. Beide Produkte sind als Ergänzung zu einem aktiven, gelenkbewussten Alltag gedacht – nicht als Behandlung der hier beschriebenen Krankheitsbilder.

Fazit

Arthrose betrifft mit 17,1 % der Erwachsenen in Deutschland deutlich mehr Menschen, als viele annehmen – mit einem klaren Übergewicht bei Frauen und einem stark altersabhängigen Verlauf, der ab dem 60. Lebensjahr besonders sichtbar wird. Gleichzeitig lohnt es sich, Arthrose klar von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis abzugrenzen, da beide Krankheitsbilder unterschiedliche Ursachen und Verläufe haben. Und schließlich zeigt der Blick auf die Fehltage in der Arbeitswelt: Gelenkgesundheit ist längst nicht nur eine private Angelegenheit, sondern eine Frage, die Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen betrifft.

Bei Verdacht auf Arthrose oder anhaltenden Gelenkbeschwerden konsultieren Sie bitte Ihren Arzt für eine individuelle Diagnose.

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